Engines
Chip Detector
Da ich mir immer Gedanken mache, wie wir die Fliegerei mit geringem Aufwand sicherer machen können, möchte ich mich über Metallspäne im Motorenöl auseinander setzen, egal was die Ursache ist. Dabei handelt es sich um meine persönlichen Erfahrungen und Lösungsvorschläge.
Mein Motor hatte sich nach 479 Flugstunden, ohne lange Vorwarnung am 11. November 2005 in der Luft abgemeldet.
Von den ersten wahrnehmbaren Anzeichen im Flug bis zum Totalschaden dauerte es ca. 20min. Erstaunlicherweise drehte er noch bis nach der ungeplanten Landung weiter, mit dem Geräusch eines 1-Zylinder Dieselmotors und wenig Restleistung. Dies war eher unangenehm über den Alpen.
Ein Chip Detector hätte mich garantiert längere Zeit, eventuell mehrere Stunden vor dem Totalschaden gewarnt. Wie viel Gewinn an Sicherheit dies gebracht hätte, muss ich sicher nicht erwähnen.
Nun einige eindrückliche Bilder:

Magnetschraube am Getriebe

Metallteile in der Ölrücklauf Schraube

Demontage des Motors bei der Firma FRANZ

Metallspäne im Ölreservoir, ohne dass auch nur ein einziger Metallspan im Ölfilter gefunden werden konnte. Einige wenige Späne hätten die Chip Detector Warnung ausgelöst.

Chip Detector vor dem Einbau, Gewinde 5/8" x 18 UNF

Späne zwischen dem Magnet und dem Gehäuse machen Kontakt und geben die Masse für die rote Warnlampe im Cockpit. Eigentlich sehr einfach und logisch.
Der bevorzugte Einbauort für den Chip Detector befindet sich unten am Ölreservoir. Bei einigen Flugzeugen gibt es da keinen Platz, hier kann die zweite Einbauvariante mit dem Chip Detector im Ölsumpf zur Anwendung kommen - mehr dazu in den folgenden Beiträgen.
Der von mir verwendete Chip Detector wird bei Bell Helikoptern im Heck-Getriebe verwendet.
Hersteller: EATON
Part Nr. B3225C, Gewinde 5/8" x 18 UNF, Preis Mai 2010 ca. 290.-$.
Lieferant: Swiss Helicopter Maintenance AG Tel. +41 31 818 88 41
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